szmmctag

  • Tagebuch eines sehr berühmten Twitterers

    Haus mit Schlips

    Multiverlinking! Eben erfunden! Von mir!

    Wie geht Multiverlinking? Ganz einfach:

    Ich twittere auf Twitter einen lustigen Beitrag, mache davon einen Screenshot und füge ihn in einen Tagebucheintrag auf meiner Facebookseite ein ( https://www.facebook.com/WidderChristian ), schreibe dann in meinem Blog über den Facebookeintrag und verlinke den Blogeintrag auf Twitter, worüber ich dann wieder auf Facebook... äh... hä?

    Doch nicht sooo einfach, dieses Multiverlinking.

  • Auf dem Italienischen Markt

    26. April 2014

    Am Berliner Platz gastiert ein Italienischer Markt, der ein buntes Allerlei an italienischen Spezialitäten feilbietet. Ich bin kein studierter Marktwirtschaftler, aber ich lehne mich wohl nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, das Konzept geht nicht ganz auf. In den zwei Minuten, die wir brauchten, den Markt abzuschlendern, ist mir niemand aufgefallen, der sein Portemonnaie gezückt hätte. Im Grunde ist mir überhaupt niemand aufgefallen. Woran mag das wohl liegen? Hier einige Antwortversuche:

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    1. Versuch:
    Der Ludwigshafener an sich ist ja nun mal Pfälzer, und der Pfälzer ist nicht gerade dafür bekannt, dass er ein geschmacksexperimentierfreudiger Gourmet wäre. Hat der ‚Pälzer‘ Hunger, gibt’s Lebberworscht – fertisch!

    2. Versuch:
    Der Berliner Platz bietet vorrangig das, was er vom Namen her soll: Platz. Dieser verleitet jedoch nicht unbedingt zum Verweilen ein, wie man an den ihn überquerenden Passanten gut ablesen kann. Selbst der E-Rollstuhlfahrer schaut, dass er Land gewinnt. An diesem Fluchtreflex kann anscheinend nicht mal die leckerste Salami was ändern, da kann der italienische Marktschreier noch so laut O sole mio trällern.

    3. Versuch:
    Die italienischen Spezialitäten bewegen sich preislich in einer Liga, die besser zu Städten wie Baden-Baden oder Düsseldorf passt, wo sich russische Touristen und schönheitsoptimierte Senioren ihre überschüssigen Millionen verjubeln. Lustiger Weise hat Ludwigshafen auch eine Tourist-Info. Ich bin mir sicher, dass noch nie ein Mitarbeiter der Ludwigshafener Tourist-Info an Burnout erkrankt ist. Höchstens an einer saftigen Depression.

    4. Versuch:
    Die angebotenen Spezialitäten schmecken allesamt nach Seife.

  • Tagebuch

    23. April 2014

    Heute war ganz arg viel los mit Action und Erotik ohne Ende. Leider verbietet mir mein Ehrencodex als gehobener Beamter im bautechnischen Verwaltungsdienst darüber zu sprechen. Ein Wort zu viel wäre quasi die Tinte unter meinem Todesurteil.

    Als Ersatz bitte ich dafür die erste Folge meines von nun an in lockeren Abständen gesendeten

    „CHRISTIANS SUPER PRAKTISCHER ZEITUNGSVORABLESESERVICE“,

    in dem ich vorab an Ihrer statt die Zeitung lese und das Lesenswerteste kurz und knackig für Sie zusammenfasse. Heutige Folge – Zeitmagazin, Nr. 18. (Der aufmerksame Leser wird eventuell entdeckt haben, dass das Magazin das Datum von morgen trägt. Da sieht man mal, was für gute Beziehungen ich zur deutschen Qualitätspresse pflege.)

    Zeitmagazin

    In Harald Martensteins - wie immer vorzüglicher - Kolumne beschäftigt er sich diesmal mit dem Vorschlag einer norddeutschen Politikerin, alle Schulnoten abzuschaffen. Dies solle aus Gerechtigkeitsgründen geschehen, da unterschiedliche Lehrer für dieselbe Leistung oft unterschiedliche Noten vergeben. Keine Noten mehr – keine Ungerechtigkeiten mehr. Voilà. Sehr lustig nimmt dann Herr Martenstein diese Schnapsidee auseinander und resümiert weise: „Wir alle werden das Glück vermissen, wenn es verboten wird.“ Grandios!

    Dann ist in dem Heft noch eine Reportage über Marius Müller-Westernhagen, die ich aber nicht gelesen habe, weil ich Marius Müller-Westernhagen nicht so mag (außer der Pfefferminz-Platte, die ist genial).

    Dann ist in dem Heft noch ein Fahrbericht über den Jaguar FX in dem es irgendwie überhaupt nicht um das Auto geht, außer in diesem einen kleinen Satz („Ein schönes Auto, das sich leicht fährt.“) Sehr geil, muss man sich mal trauen. Und obendrein war in dem Testbericht, der kein Testbericht ist noch folgendes Fundstück zu bergen:

    „Weil ich keinen Wein trinke, keine Rote Beete esse und mich nicht für Kunst interessiere, glauben manche Kollegen, ich hätte eine harte Kindheit hinter mir.“

    So einen Satz, fiele er mir ein, würde ich rahmen lassen und ins Gästeklo hängen! Wahrscheinlich hängt er bei Matthias Kalle auf dem Klo, der hat den Testbericht nämlich verfasst. Wenn der mal ein Buch schreibt, kaufe ich es.

    So, das war’s dann auch schon wieder für heute. Tschö.

  • Reinliche Asiaten

    Ich besitze einen reichen Schatz an den aufregendsten Reiseerinnerungen.

    Aus zweiter Hand. Ich hasse Reisen. Ich fliege nicht gerne, schlafe schlecht in fremden Betten und mag es nicht, wenn ich die Leute nicht verstehe. Deswegen eigne ich mir einfach die Reiseerinnerungen anderer Leute an. Praktisch und günstig obendrein.

    Letztens unterhielten sich im Frühstücksraum zwei meiner schon weit rumgekommenen Kolleginnen über ihre Japanerlebnisse. Beide wussten parallel von der übertriebenen Reinlichkeit der Japaner zu erzählen. Und übertrieben ist meines Erachten hier untertrieben.

    Kollegin eins berichtete, dass Japaner, bevor sie ihr dreckiges Geschirr in die Spülmaschine stellen, dieses vorher gründlich per Hand abwaschen. Meine Zwischenfrage, ob sie es auch vorher abtrocknen blieb unbeantwortet. Kollegin zwei konnte die Geschichte noch toppen. Sie hatte während ihres letzten Japanaufenthalts ein japanisches Wellness-Bad besucht. Im Grunde ein Türkisches Bad auf Japanisch. Bevor die Japaner hier eine Badewanne bestiegen, hatten sie sich gründlich geduscht. Japaner machen offensichtlich keinen Unterschied zwischen sich und ihrem Geschirr.

    Die Kolleginnen haben noch ganz viel mehr über Japan erzählt, das habe ich aber vergessen. Vielleicht sollte ich doch mal selbst verreisen?

    hund mit brille

    Das Bild kommt raus, wenn man "reinliche Asiaten" bildergoogelt.

  • Pech 5 Min. n. Chr. Geb.

    Bethlehem-picsay

  • In einer perfekten Welt hinge dieses Schild im Zug

    Bahn

  • Mutmaßungen zu Stuttarrt 21

    S21

    [Zitat Stuttgarter Zeitung] „Auf Stadtbahn-Fahrgäste, Autofahrer und Schüler des Königin-Katharina-Stifts an der Schillerstraße kommen wegen der vorbereitenden Tiefbauarbeiten für Stuttgart 21 in den nächsten Jahren erhebliche Behinderungen zu.“

    – oder auch nicht. Wieso das, fragen Sie sich? Weil alles auch ganz anders kommen könnte und zwar so:

    Die Bahn ist eine Aktiengesellschaft, deren Aktien alle dem Bund gehören, also uns. Und die Regierung dieses Bundes, also unsere, wird zurzeit gerade neu zusammengestellt. In der alten Regierung war der Posten des Verkehrsministers mit einem Politiker besetzt, der sich, sagen wir mal nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Nachdem sich die Politiker der Koalitionsparteien über die Richtung der gemeinsamen Politik verständigt haben, wird das Geschachere um die Ministerien losgehen und nicht mit Ruhme bekleckerte Minister ziehen da als erstes den Kürzeren. Wie man nun so hört, liebäugelt der Chef der einen Partei, der Sigmar Gabriel von der SPD, mit einem auf ihn zugeschnittenen Ministerium für „Verkehr, Infrastruktur und Energiewende“. Als Minister eines solchen Ministeriums hätte Sigmar Gabriel alle Hände voll mit den kaputten Straßen und Brücken und der hoch komplexen Energiewende zu tun, dass er froh wäre, dieses leidige Stuttgart 21 wäre vom Schreibtisch. Des Weiteren steht das Ergebnis der Rechnungshofuntersuchung ins Haus, und wie man die Jungs und Mädels vom Rechnungshof kennt, schauen die ganz genau hin. Steht nun in dem Bericht was von 8 oder 9 Milliarden Baukosten, Vergabefehler und eine Andeutung des Geruchs der Untreue, dann wird der Sigmar Gabriel not amused den Vorgang zur Chefsache machen mit dem Ziel, das Projekt endlich zu stoppen und den Jungs von der Bahn mal ordentlich die Löffel langzuziehen. Damit könnte er seiner neuen Chefin auch noch gleich hinten rum eins auswischen, die Stuttgart 21 und die Bahnjungs nämlich alle super findet. Dreifach Positiveffekt also: Geld gespart, Stress vom Tisch und 1:0 für Sigmar.

    Nun könnte man einwenden, der Projektstopp würde die Baden-Württembergische SPD beschädigen, welche immer für den unterirdischen Bahnhof war und sogar dessen begeisterten Projektsprecher stellt. Nun ist Sigmar Gabriel zwar dick, aber nicht doof. Was der Wowereit in Berlin mit seiner Milliardenschleuder BER noch mit Chuzpe und Charme hingebogen bekommt, das schafft Nils Schmid in Stuttgart nicht. Und die Leute haben langsam die Nase voll von Mehrkosten und nervigen Montagsdemos. Im Grunde wäre jeder froh, die Kuh wäre vom Eis, es traut sich nur halt keiner den ersten Schritt. Sigmar Gabriel kann man ja so einiges nachsagen, aber Eier hat er. Er wird dem Spuk ein Ende setzen. Die Wellen werden noch ein paar Wochen hochschlagen und dann werden wichtigere Themen aufs Tapet drängen, wie die Eurorettung, winterliche Kälterekorde oder süße Adligenbabys.

    Es muss nicht so kommen, aber die Schüler de Königin-Katharina-Stifts sollten ihren Pausenhof noch nicht ganz abschreiben.

  • Heute beim Optiker

    Lesebrille

  • Effektive Wahlversprechen

    Ich verstehe die Wahlkampfmanager nicht. Was haben die eigentlich gelernt?

    im zug

    Im Moment kann man zwei verschiedene Wahlkampfstrategien erkennen – die CDU-Strategie:

    „Wir sagen nicht, was wir die nächsten vier Jahre tun werden – wir sind schließlich keine Hellseher. Die Kanzlerin ist jedoch so schlau und besonnen, dass sie im Falle von Entscheidungsnotwendigkeiten schon das Richtige tun wird. Vertraut ihr, so wie ihr euren Eltern (Mutti) vertraut!“

    Die SPD-Strategie kontert die CDU-Strategie mit Angstmachen und Besserwisserei:

    „Wählt bloß die CDU nicht. Die Tut nur so, als hätte sie alles im Griff, macht aber letztlich nur kopflose Rettungsversuche, wenn gar nix anderes mehr geht nach dem Motto: erst, wenn sich der letzte Finger des Kindes vom Brunnenrand löst, schreitet die Politik ein. Hoch gefährlich! Wir jedoch wissen schon vorher, was zu tun ist. Leider tut das vielen weh und kostet auch ne Stange Geld.“

    Beide Vorgehensweisen sind durchaus nachvollziehbar, schrecken aber eher ab. Grundsätzlich denke ich, dass Merkels Strategie mehr Leute zum Ankreuzen bringt, weil man damit immer noch hoffen kann, alles wird wohl nicht so schlimm kommen. Nur gar nix sagen, wo es letztlich lang gehen soll, ist dann doch zu wenig.

    Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich die CDU-Taktik aufnehmen und diese aber dann mit einfachen, leicht umsetzbaren Versprechen würzen. Zum Beispiel würde ich das Handytelefonieren in Zügen und Straßenbahnen strikt unter Strafe stellen. Handytelefonieren im Zug würde strafrechtlich mit grober Körperverletzung gleich gestellt, was es ja faktisch auch ist. Sofortmaßnahme: Dem Handytelefonierer wird vom Schaffner das Handy aus der Hand genommen und noch während der Fahrt zum Fenster rausgeworfen, am nächsten Bahnhof wird der Delinquent der örtlichen Bahnhofspolizei übergeben und das alles unter lautstarkem Beifall der Mitfahrer. In Straßenbahnen müssen aus diesem Grund, wie früher in der guten alten Zeit, wieder Schaffner mitfahren. Das schafft etliche Arbeitsplätze im ganzen Bundesgebiet und erhöht das Sicherheitsgefühl im ÖPNV enorm.

    Also ich würde die Partei ohne mit den Wimpern zu zucken wählen, die mir das für nach der Wahl verspricht. Mehr brauch ich gar nicht. Aber mich fragt ja mal wieder keiner.

    Paule

  • Philipp Rösler kauft sich einen Tablett-PC

    Rösler

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