szmmctag

  • Reinliche Asiaten

    Ich besitze einen reichen Schatz an den aufregendsten Reiseerinnerungen.

    Aus zweiter Hand. Ich hasse Reisen. Ich fliege nicht gerne, schlafe schlecht in fremden Betten und mag es nicht, wenn ich die Leute nicht verstehe. Deswegen eigne ich mir einfach die Reiseerinnerungen anderer Leute an. Praktisch und günstig obendrein.

    Letztens unterhielten sich im Frühstücksraum zwei meiner schon weit rumgekommenen Kolleginnen über ihre Japanerlebnisse. Beide wussten parallel von der übertriebenen Reinlichkeit der Japaner zu erzählen. Und übertrieben ist meines Erachten hier untertrieben.

    Kollegin eins berichtete, dass Japaner, bevor sie ihr dreckiges Geschirr in die Spülmaschine stellen, dieses vorher gründlich per Hand abwaschen. Meine Zwischenfrage, ob sie es auch vorher abtrocknen blieb unbeantwortet. Kollegin zwei konnte die Geschichte noch toppen. Sie hatte während ihres letzten Japanaufenthalts ein japanisches Wellness-Bad besucht. Im Grunde ein Türkisches Bad auf Japanisch. Bevor die Japaner hier eine Badewanne bestiegen, hatten sie sich gründlich geduscht. Japaner machen offensichtlich keinen Unterschied zwischen sich und ihrem Geschirr.

    Die Kolleginnen haben noch ganz viel mehr über Japan erzählt, das habe ich aber vergessen. Vielleicht sollte ich doch mal selbst verreisen?

    hund mit brille

    Das Bild kommt raus, wenn man "reinliche Asiaten" bildergoogelt.

  • Pech 5 Min. n. Chr. Geb.

    Bethlehem-picsay

  • In einer perfekten Welt hinge dieses Schild im Zug

    Bahn

  • Mutmaßungen zu Stuttarrt 21

    S21

    [Zitat Stuttgarter Zeitung] „Auf Stadtbahn-Fahrgäste, Autofahrer und Schüler des Königin-Katharina-Stifts an der Schillerstraße kommen wegen der vorbereitenden Tiefbauarbeiten für Stuttgart 21 in den nächsten Jahren erhebliche Behinderungen zu.“

    – oder auch nicht. Wieso das, fragen Sie sich? Weil alles auch ganz anders kommen könnte und zwar so:

    Die Bahn ist eine Aktiengesellschaft, deren Aktien alle dem Bund gehören, also uns. Und die Regierung dieses Bundes, also unsere, wird zurzeit gerade neu zusammengestellt. In der alten Regierung war der Posten des Verkehrsministers mit einem Politiker besetzt, der sich, sagen wir mal nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Nachdem sich die Politiker der Koalitionsparteien über die Richtung der gemeinsamen Politik verständigt haben, wird das Geschachere um die Ministerien losgehen und nicht mit Ruhme bekleckerte Minister ziehen da als erstes den Kürzeren. Wie man nun so hört, liebäugelt der Chef der einen Partei, der Sigmar Gabriel von der SPD, mit einem auf ihn zugeschnittenen Ministerium für „Verkehr, Infrastruktur und Energiewende“. Als Minister eines solchen Ministeriums hätte Sigmar Gabriel alle Hände voll mit den kaputten Straßen und Brücken und der hoch komplexen Energiewende zu tun, dass er froh wäre, dieses leidige Stuttgart 21 wäre vom Schreibtisch. Des Weiteren steht das Ergebnis der Rechnungshofuntersuchung ins Haus, und wie man die Jungs und Mädels vom Rechnungshof kennt, schauen die ganz genau hin. Steht nun in dem Bericht was von 8 oder 9 Milliarden Baukosten, Vergabefehler und eine Andeutung des Geruchs der Untreue, dann wird der Sigmar Gabriel not amused den Vorgang zur Chefsache machen mit dem Ziel, das Projekt endlich zu stoppen und den Jungs von der Bahn mal ordentlich die Löffel langzuziehen. Damit könnte er seiner neuen Chefin auch noch gleich hinten rum eins auswischen, die Stuttgart 21 und die Bahnjungs nämlich alle super findet. Dreifach Positiveffekt also: Geld gespart, Stress vom Tisch und 1:0 für Sigmar.

    Nun könnte man einwenden, der Projektstopp würde die Baden-Württembergische SPD beschädigen, welche immer für den unterirdischen Bahnhof war und sogar dessen begeisterten Projektsprecher stellt. Nun ist Sigmar Gabriel zwar dick, aber nicht doof. Was der Wowereit in Berlin mit seiner Milliardenschleuder BER noch mit Chuzpe und Charme hingebogen bekommt, das schafft Nils Schmid in Stuttgart nicht. Und die Leute haben langsam die Nase voll von Mehrkosten und nervigen Montagsdemos. Im Grunde wäre jeder froh, die Kuh wäre vom Eis, es traut sich nur halt keiner den ersten Schritt. Sigmar Gabriel kann man ja so einiges nachsagen, aber Eier hat er. Er wird dem Spuk ein Ende setzen. Die Wellen werden noch ein paar Wochen hochschlagen und dann werden wichtigere Themen aufs Tapet drängen, wie die Eurorettung, winterliche Kälterekorde oder süße Adligenbabys.

    Es muss nicht so kommen, aber die Schüler de Königin-Katharina-Stifts sollten ihren Pausenhof noch nicht ganz abschreiben.

  • Heute beim Optiker

    Lesebrille

  • Effektive Wahlversprechen

    Ich verstehe die Wahlkampfmanager nicht. Was haben die eigentlich gelernt?

    im zug

    Im Moment kann man zwei verschiedene Wahlkampfstrategien erkennen – die CDU-Strategie:

    „Wir sagen nicht, was wir die nächsten vier Jahre tun werden – wir sind schließlich keine Hellseher. Die Kanzlerin ist jedoch so schlau und besonnen, dass sie im Falle von Entscheidungsnotwendigkeiten schon das Richtige tun wird. Vertraut ihr, so wie ihr euren Eltern (Mutti) vertraut!“

    Die SPD-Strategie kontert die CDU-Strategie mit Angstmachen und Besserwisserei:

    „Wählt bloß die CDU nicht. Die Tut nur so, als hätte sie alles im Griff, macht aber letztlich nur kopflose Rettungsversuche, wenn gar nix anderes mehr geht nach dem Motto: erst, wenn sich der letzte Finger des Kindes vom Brunnenrand löst, schreitet die Politik ein. Hoch gefährlich! Wir jedoch wissen schon vorher, was zu tun ist. Leider tut das vielen weh und kostet auch ne Stange Geld.“

    Beide Vorgehensweisen sind durchaus nachvollziehbar, schrecken aber eher ab. Grundsätzlich denke ich, dass Merkels Strategie mehr Leute zum Ankreuzen bringt, weil man damit immer noch hoffen kann, alles wird wohl nicht so schlimm kommen. Nur gar nix sagen, wo es letztlich lang gehen soll, ist dann doch zu wenig.

    Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich die CDU-Taktik aufnehmen und diese aber dann mit einfachen, leicht umsetzbaren Versprechen würzen. Zum Beispiel würde ich das Handytelefonieren in Zügen und Straßenbahnen strikt unter Strafe stellen. Handytelefonieren im Zug würde strafrechtlich mit grober Körperverletzung gleich gestellt, was es ja faktisch auch ist. Sofortmaßnahme: Dem Handytelefonierer wird vom Schaffner das Handy aus der Hand genommen und noch während der Fahrt zum Fenster rausgeworfen, am nächsten Bahnhof wird der Delinquent der örtlichen Bahnhofspolizei übergeben und das alles unter lautstarkem Beifall der Mitfahrer. In Straßenbahnen müssen aus diesem Grund, wie früher in der guten alten Zeit, wieder Schaffner mitfahren. Das schafft etliche Arbeitsplätze im ganzen Bundesgebiet und erhöht das Sicherheitsgefühl im ÖPNV enorm.

    Also ich würde die Partei ohne mit den Wimpern zu zucken wählen, die mir das für nach der Wahl verspricht. Mehr brauch ich gar nicht. Aber mich fragt ja mal wieder keiner.

    Paule

  • Philipp Rösler kauft sich einen Tablett-PC

    Rösler

  • Eine Schlagzeile und Paule gibt prompt seinen Senf dazu

    "Piratenpolitikerin findet: "NSA ist schlimmer als die Stasi"

    Beim gestrigen Donnerstagabend-Talk von Maybrit Illner zum Thema Überwachungsskandal diskutierte auch die Piratenpolitikerin Anke Domscheit-Berg mit.

    Die Netzaktivistin findet, dass die Methoden der NSA schlimmer als die der Stasi seien.

    "Das ist schlimmer als die Stasi", meinte die Piraten-Kandidatin für die Bundestagswahl. Die NSA sammelte ein Speichervolumina im Yottabyte-Bereich - das sind 160 Millionen Mal mehr als alle Stasi-Akten." [Quelle: ShortNews]

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    Liebe Anke Domscheit-Berg,

    leider habe ich die Maybritt-Illner-Sendung verpasst, in der Sie die amerikanische Geheimdienstorganisation NSA mit der Staatssicherheitsbehörde der DDR verglichen haben. Zum Glück nutze ich aber fleißig das Internet, denn da konnte ich Ihre Aussage prima nachlesen. Ich glaube den Inhalt der gefundenen Schlagzeile 1:1 wie er da steht, denn das Internet lügt ja nicht - von wegen Schwarmintelligenz und so.

    Apropos Intelligenz: Ihr Vergleich NSA / Stasi war jetzt eher so mittel schlau. In einem haben Sie natürlich vollkommen recht: beide Organisationen haben heimlich ihr Volk ausspioniert. Bei der Stasi hat das sogar jeder gewusst, da hatte es gar keinen Edward Snowden nötig. Und wieso hatte das jeder gewusst? Weil jeder irgendwen kannte, der Stress mit der Stasi hatte und die Stasi hat dem, der Stress mit ihr hatte, nicht verschwiegen, dass sie sein Telefon abgehört hatten. Da waren die sogar stolz drauf.

    Der eigentliche Unterschied zwischen der NSA und der Stasi liegt aber nicht in der Vorgehensweise sondern im Grund für das Ausspionieren:

    Die DDR war eine Diktatur und Diktatoren haben auf der Welt alle etwas gemeinsam: sie haben Schiss vor ihrem eigenen Volk. An Tagen großer Selbstbejubelungsparaden und im Staatsfernsehen sieht es zwar so aus, als sei jeder Bürger regelrecht verliebt in seine Diktatorenbande, aber so doof sind nicht mal die verbortesten Tyrannen, dass sie dieser Selbsttäuschung erliegen. Also kurzum: die Honeckers, Stalins, Hitlers und Kim Jong-Ils hatten und haben alle die Hosen gestrichen voll. Nur deshalb haben sie sich ihre Innengeheimdienste angeschafft und wenn denen dann irgendetwas Verdächtiges von einem Bürger zu Ohren kam, dann wurden die richtig stinkig und haben denjenigen mehr oder weniger unsanft aus dem Verkehr gezogen. Die Stasi- oder Gestapoleute hatten nämlich selbst Angst vor ihren Mitbürgern, da sie wusste, wenn die schöne Diktaturzeit mal vorbei ist, dann geht es auch ihnen an den Kragen.

    Barack Obama hat - entgegen oben genannter Dreckspatzen - aber keine Angst vor seinem Volk. Wenn ihm seine Bürger zujubeln, dann meinen die das ehrlich. Barrack Obama lässt sein Volk nur deshalb ausspionieren, weil er es schützen will. Vor ein paar ganz wenigen Leuten muss er nämlich doch Angst haben, und um die zu finden, lässt er alle Bürger abhören in der Hoffnung, die paar schlimmen Finger unter ihnen ausfindig und dingfest zu machen. Er hat aber nicht Angst, dass die Gesuchten ihm an den Kragen wollen, sondern er hat Angst, dass die Flugzeuge klauen und in mit netten Leuten gefüllte Hochhäuser stecken.

    Spionage aus Liebe statt Spionage aus Angst - ein himmelweiterer Unterschied ist also gar nicht denkbar, liebe Frau Domscheit-Berg. Vielleicht denken Sie dran und ziehen bei der nächstbesten Diskussionsrunde Ihren schiefen Vergleich zurück zusammen mit einer kleinen Entschuldigung an den amerikanischen Präsidenten. Danke dafür im Voraus.

    In der stillen Hoffnung, geholfen zu haben

    Ihr Paule002

    P.S. Ich konnte nicht umhin zu googlen, was ein Yottabyte ist. Ein Yottabyte sind 10 hoch 24 Byte. Das sind eine Billion Terrabyte, welche ja selbst wieder ein Billion Byte sind. Ich habe mir den Spaß erlaubt, ein Yottabyte durch 160 Millionen zu teilen. Nach Ihrer Aussage hätten damit die Stasi-Akten einen Umfang von 6.250 Terrabyte gehabt - alle Achtung!

    Ich hoffe trotzdem für Sie und Ihre politische Karriere, dass die Wähler des Bundestagswahlkreises Oberhavel-Havelland Ihnen das abkaufen.

  • Verblüffend

    gausegause2

  • Ganz schön was los in meinem Leben

    Sonntag, 28. Juli 2013, 13:05 Uhr

    Kinners, wie die Zeit vergeht, mein siebter Blogeintrag ist auch schon wieder über eine Woche alt. Sieht man mal, wie ereignisreich mein Leben ist.

    Im Grunde gibt es heute auch nicht viel zu berichten, aber ich hatte Lust was zu schreiben. Als erstes dachte ich, ich schau mir mal die Google-News an - zu irgendeiner Schlagzeile wird sich doch eine Portion Senf abgeben lassen, aber irgendwie konnte mich keine der Überschriften inspirieren. Google-News hat seine Musenqualitäten verloren - irgendwann ist alles mal zu Ende.

    Dann dachte ich, ich schreibe etwas immer gültiges, weises, etwas, was der Leser für sich mitnehmen kann und es dereinst seinen Kindern und Kindeskindern beim Hinausziehen in die weite Welt mit auf den Weg geben kann. Leider fiel mir nichts derartiges ein. Deshalb bin ich auf Google-Bilder gegangen, hab mir wahllos irgendein Bild heruntergeladen und hab es mit einer lustigen Sprechblase versehen.

    Und da sage noch einer, in meinem Leben wäre nix los!

    Tatoo-picsay

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